Im therapeutischen Kontext wird der Konflikt betrachtet, um die eigenen Muster zu erkennen, mit dem Ziel Grenzen zu setzen, die eigene Autonomie zu stärken, und dies ohne Schuldgefühle für eine selbstbestimmtes Leben.
Häufig gibt es im Beziehungsgeflecht Probleme damit, dass erwachsene Kinder sich nicht von ihren Eltern, häufig der Mutter lösen können. Dahinter stecken oft unbewusste Muster wie die Erfüllung elterlicher Erwartungen, was bei Betroffenen zu Groll, zu eigenen unglücklichen Beziehungen und Identitätsproblemen führt.
Man findet ursächlich für die fehlenden Ablösung zum einen:
> Die unbewusste Verstrickung: Kinder erfüllen Erwartungen aus Schuldgefühlen, entwickeln Groll, bleiben aber emotional abhängig. > Parentifizierung: wobei das Kind Elternaufgaben übernimmt (z.B. emotionale Stütze, „erzieherische Geschwisterverantwortung“), was zu einer Überforderung und unreifen Rollen führt.
> Angst vor Ablehnung/Verlust: Eltern können das Loslassen erschweren und so fürchten die Kinder die Konsequenzen der Abgrenzung und entwickeln diverse Ängste.
> Kompensation elterlicher Mängel: Eltern nutzen Kinder, um eigene unerfüllte Bedürfnisse zu kompensieren, was das Kind in eine ungesunde Rolle drängt. Bsp. das Kind soll unbedingt Klavier spielen
> Frühkindliche Bindungsmuster/Bindungs-/Entwicklungsstörungen: Unsichere Bindungen erschweren das Vertrauen und die Ablösung in späteren Lebensphasen.
Folgende Symptome der ungelösten Ablösung führen in diverse Konflikte und zu Abwehrstrategien:
> Ständiges Erfüllen der Erwartungen der Eltern, trotz innerer Ablehnung
> Blinde Rebellion oder permanente Konflikte mit den Eltern
> Unzufriedenheit, Groll und das Gefühl, am eigenen Leben vorbei zu leben
> Schwierigkeiten, erfüllende Partnerschaften zu führen, da alte Muster wiederholt werden
> Angststörungen, Depressionen, Traumafolgestörungen gehören zu den häufigsten Folgen.
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Kerstin Bröcker-Heine